Sicherheitsdienst Kosten pro Stunde & Monat 2026 – was kostet ein Sicherheitsdienst?

9. Februar 2024

Aman Momand
Geschäftsführer

Inhaltsverzeichnis

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Kurz & knapp: Ein Sicherheitsdienst kostet 2026 zwischen 18 und 58 Euro netto pro Stunde — Empfangs- und Pförtnerdienst am unteren Ende, Werkschutz und Brandwache im mittleren Bereich, Personenschutz am oberen Ende. Pro Monat reicht die Spanne von rund 2.000 Euro für eine Wochenend-Streife bis über 18.000 Euro für einen 24/7-Dauerposten. Der genaue Preis hängt an sechs Faktoren: Qualifikation, Anforderungs-Profil, Schichtart, Region, Mindesteinsatz und Vertragslaufzeit.

Was kostet ein Sicherheitsdienst pro Stunde? Die kurze Antwort: zwischen 18 und 58 Euro netto, je nach Service-Profil. Die lange Antwort hängt an sechs Faktoren — Schichtart, Qualifikation, Branche, Region, Zuschlägen und der Dauer der Beauftragung. Dieser Ratgeber zeigt die aktuellen Sicherheitsdienst-Kosten 2026 pro Stunde und pro Monat, erklärt was der Branchen-Mindestlohn in der Bewachungsbranche bedeutet und liefert eine Checklist, mit der Sie Angebote fair bewerten. „Sicherheitsdienst” und „Wachdienst” meinen dabei dasselbe — beide Begriffe werden für bewachende Sicherheitsleistungen synonym verwendet.

Sicherheitsdienst-Kosten 2026 im Überblick — Preis-Tabelle nach Service

Die folgende Übersicht zeigt typische Stundensätze für Sicherheitsdienst-Leistungen in Deutschland, Stand 2026. Die Spannen gelten netto, vor Mehrwertsteuer (19 %) und vor Zuschlägen.

Service Stundensatz netto Typische Einsatzgebiete
Empfangs- und Pförtnerdienst 18-25 €/h Bürogebäude, Verwaltung, leichte Pförtner-Aufgaben
Sicherheitsdienst Standard (Streife, Rundgang) 22-30 €/h Gewerbeparks, Lager, Wohnanlagen
Baustellenbewachung 22-32 €/h Bauphase, Werkzeug-/Maschinen-Schutz
Werkschutz 25-38 €/h Industrie, Produktion, LKW-Verladekontrolle
Event-Sicherheit 25-42 €/h Veranstaltungen, Crowd-Management
Hotelsicherheit / Doorman 23-35 €/h Hotels, Lobby-Präsenz, Nachtwache
Objektschutz Premium 30-45 €/h Banken, Pharma, Konzern-Zentralen
Brandsicherheitswache 28-42 €/h Heißarbeiten, Bauwerke ohne Brandmeldeanlage
Personenschutz / VIP-Begleitung 40-58 €/h Vorstände, Prominente, Behörden-Personen

Diese Stundensätze sind realistische Marktpreise. Wer Angebote unter 18 €/h sieht, sollte vorsichtig sein — das liegt häufig unter dem Tariflohn der Bewachungsbranche und ist ein Warnsignal für Scheinselbstständigkeit, fehlende Versicherung oder unqualifiziertes Personal.

Was kostet ein Sicherheitsdienst pro Monat?

Wer einen Sicherheitsdienst dauerhaft beauftragt, rechnet nicht pro Stunde, sondern pro Monat. Die Monatskosten ergeben sich aus Stundensatz × Stundenzahl — und die Stundenzahl hängt am Bewachungs-Modell. Die folgende Tabelle zeigt typische Monats-Größenordnungen bei einem mittleren Stundensatz von 25 €/h netto:

Bewachungs-Modell Stunden / Monat Kosten / Monat netto
Wochenend-Streife (Fr-So, je 8 h) ca. 100 h ca. 2.500 €
Tägliche Nachtwache (10 h, 30 Nächte) ca. 300 h ca. 7.500 € (zzgl. Nachtzuschlag)
Ein Tagesposten (Mo-Fr, 8 h) ca. 170 h ca. 4.250 €
24/7-Dauerposten (3-Schicht-Betrieb) ca. 730 h ca. 18.250 €

Ein 24/7-Dauerposten braucht rechnerisch etwa 4,2 Vollzeit-Kräfte (Schichten, Urlaub, Krankheit), deshalb die hohe Monatssumme. Wer keine durchgehende Präsenz braucht, spart mit Revierdienst (mehrere Kontrollgänge pro Schicht statt Dauerposten) oft 40-60 % der Monatskosten. Wer gezielt nur die Nacht absichern möchte, findet im Ratgeber zu den Kosten einer professionellen Nachtwache eine detaillierte Aufschlüsselung aller relevanten Preisfaktoren. Alarmaufschaltung auf eine Notruf- und Serviceleitstelle ergänzt das Modell kostengünstig.

Branchen-Mindestlohn Bewachungsgewerbe 2026 — was sich geändert hat

Die Sicherheits- und Bewachungsbranche unterliegt seit 2011 einem allgemein verbindlichen Tarifvertrag (Lohn-Tarifvertrag der Sicherheits- und Bewachungsdienstleistungen). Der Tariflohn ist nicht der allgemeine gesetzliche Mindestlohn (15 € seit 2026), sondern ein höherer Branchen-Mindestlohn, der je nach Bundesland und Tätigkeitsstufe gestaffelt ist.

Konkret bedeutet das für die Kostenrechnung: ein Stundensatz-Anteil allein für den Lohn liegt 2026 bei rund 16-19 Euro brutto, je nach Bundesland und Aufgabe. Dazu kommen für den Arbeitgeber:

  • Lohnnebenkosten (Sozialversicherung, Beiträge): ca. 25-30 % auf den Bruttolohn
  • Schulungs- und Qualifikations-Kosten (§ 34a-Sachkundeprüfung, regelmäßige Auffrischung)
  • Versicherungen (Haftpflicht, Berufsunfähigkeit, Vermögensschaden)
  • Ausrüstung (Uniform, Bewachertaschen, Funkgerät, ggf. Hund)
  • Disposition, Schichtleitung und Verwaltung
  • Unternehmens-Gewinn (üblicherweise 8-15 %)

Aus all diesen Kosten zusammengerechnet ergibt sich der Stundensatz von 22-30 Euro netto für einen Standard-Sicherheitsdienst. Wenn ein Anbieter deutlich darunter liegt, spart er entweder am Lohn (Tarifbruch), an der Qualifikation oder an der Versicherung — alles drei sind ein Problem für den Auftraggeber im Schadenfall.

6 Faktoren, die den Stundensatz bestimmen

Die folgende Liste zeigt die wichtigsten Kosten-Treiber beim Sicherheitsdienst — wenn Sie ein Angebot bewerten, fragen Sie konkret danach.

  1. Qualifikation der Fachkraft. § 34a-Sachkundeprüfung (Basis), Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft (höher), Werkschutzmeister (Premium). Mehr Qualifikation = höherer Stundensatz, oft 4-8 €/h Differenz.
  2. Anforderungs-Profil des Einsatzorts. Ein Bürogebäude ist günstig (Empfangsdienst). Ein hochsensibles Objekt wie eine Bank oder ein Pharma-Werk ist teurer, weil das Personal eine erweiterte Sicherheitsüberprüfung und Zusatz-Schulungen braucht.
  3. Schichtart. Tagschicht ist Standard. Nachtschicht, Wochenend- und Feiertagsdienste haben Zuschläge (siehe nächste Sektion). Mehr-Wochen-Aufträge sind günstiger pro Stunde als 1-Tages-Einsätze.
  4. Region / Bundesland. Bayern und Hamburg liegen 2-4 €/h über dem Bundesdurchschnitt, Sachsen-Anhalt und Thüringen 2-3 €/h darunter — abhängig vom regionalen Tariflohn.
  5. Mindesteinsatz und Anfahrt. Mindesteinsatz pro Schicht meist 4 Stunden (manchmal 6). Anfahrtspauschale entweder pauschal (30-60 €) oder als Anfahrts-Stunden im Stundensatz mitgerechnet.
  6. Vertragslaufzeit. Rahmenverträge über 12 Monate haben oft 8-15 % Rabatt gegenüber Projekt-/Tagessatz. 24/7-Dauerposten sind günstiger pro Stunde als unregelmäßige Schichten.

Nacht-, Wochenend- und Feiertagszuschläge

Ein Sicherheitsdienst läuft oft genau dann, wenn andere frei haben. Die Bewachungs-Tarifverträge regeln Zuschläge auf den Grundlohn — diese werden in der Regel an den Auftraggeber weitergegeben.

Zeitraum Typischer Zuschlag Beispiel auf 25 € Grundpreis
Nachtschicht (20:00-06:00 Uhr) 10-25 % 27,50-31,25 €/h
Samstag 10-20 % 27,50-30,00 €/h
Sonntag 25-50 % 31,25-37,50 €/h
Gesetzliche Feiertage 50-100 % 37,50-50,00 €/h
Heiligabend / Silvester 100-150 % 50,00-62,50 €/h

Wichtig für die Verhandlung: lassen Sie sich vorab eine Zuschlags-Tabelle vom Anbieter schriftlich geben. Sonst erleben Sie nach einer Sonntagsschicht oder über die Feiertage eine Rechnung, die deutlich über dem ursprünglich kalkulierten Tagessatz liegt.

Was kostet ein Sicherheitsdienst auf der Baustelle?

Baustellenbewachung ist einer der häufigsten Sicherheitsdienst-Einsätze in Deutschland, weil Baustellen ein hohes Diebstahls-Risiko haben (Kupferkabel, Werkzeug, Maschinen). Typische Stundensätze:

  • Standard-Streife (mobile Kontrollgänge): 22-28 €/h
  • Stationärer Pförtner (festes Gate): 24-32 €/h
  • Brandsicherheitswache bei Heißarbeiten: 28-42 €/h
  • Nachtwache durchgehend (22:00-06:00): 27-35 €/h inkl. Zuschlag

Viele Bauträger kombinieren Baustellenbewachung mit Kameratechnik und Alarmaufschaltung — das reduziert die Personalkosten um 30-50 %, weil die Anwesenheit eines Wächters durch Technik ersetzt wird (Revierdienst statt Dauerpräsenz). Eine ausführliche Schritt-Anleitung steht im Sicherheitskonzept-Leitfaden.

Sicherheitsdienst für Events, Hotels, Industrie — typische Stundensätze

Über Baustellen hinaus haben die folgenden Branchen typische Preis-Ranges. Diese ergeben sich aus der Kombination Schichtart + Qualifikation + Risiko.

  • Event-Sicherheit: 25-42 €/h. Crowd-Management, Einlasskontrolle, Brandsicherheitswache bei Pyrotechnik. Mehrtages-Festivals kosten pro Schicht weniger als Einzel-Events.
  • Hotelsicherheit / Doorman: 23-35 €/h. Nachtportier-Funktion, Lobby-Präsenz, Deeskalation. Premium-Hotels in Großstädten tendenziell höher.
  • Industrie-Werkschutz: 25-38 €/h. LKW-Verladekontrolle, Werksfeuerwehr-Koordination, Sicherheits-Schleusen. Sensible Industrie wie Pharma oder Energie am oberen Ende.
  • Empfangsdienst Konzern: 22-30 €/h. Mehrsprachige Kompetenz und geprüftes Personal.
  • VIP-Personenschutz: 40-58 €/h. Vorstands- oder Prominenten-Begleitung. Bei Auslandsreisen deutlich höher.

Golden Eye stellt Stadt-Landingpages für die einzelnen Service-Bereiche mit konkreten regionalen Stundensätzen bereit — etwa Augsburg, Münster, Ludwigshafen, Ludwigsburg, Paderborn, Wuppertal, Bochum, Rüsselsheim, Rostock, Regensburg oder Braunschweig.

So bewerten Sie ein Angebot fair — 7-Punkt-Checklist

Wenn Sie drei Angebote von Sicherheitsdienst-Anbietern vergleichen, gehen Sie diese sieben Punkte durch — sie zeigen, ob das Angebot seriös und vollständig ist.

  1. Tariflohn nachweisbar? Lassen Sie sich bestätigen, dass der Anbieter den Lohn-Tarifvertrag der Bewachungsbranche einhält. Stundensätze unter 18-20 € netto sind ein Warnsignal.
  2. Qualifikation des Personals? § 34a-Sachkunde ist Basis. Bei sensiblen Einsätzen Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft oder Werkschutzmeister erfragen.
  3. Versicherung in welcher Höhe? Betriebshaftpflicht mindestens 5 Mio €, Vermögensschaden-Haftpflicht ab 250.000 € sind erwartbar.
  4. Zuschlags-Tabelle schriftlich — siehe Nacht-/Wochenend-/Feiertag-Sektion oben.
  5. Mindesteinsatz und Anfahrt — wie viele Stunden minimum, wie wird die Anfahrt kalkuliert?
  6. Schichtleitung und Disposition — wer ist Ansprechpartner bei Ausfall? Bei größeren Aufträgen ein Schichtleiter vor Ort.
  7. ZertifizierungenDIN 77200, ISO 9001, BDSW-Mitgliedschaft, HPQR-Präqualifizierung für öffentliche Aufträge. Diese sind keine Dekoration, sondern Voraussetzungen für seriöse Vergabe.

Wer einen mehrjährigen Rahmenvertrag verhandelt, hat Spielraum für Rabatte: 24/7-Dauerposten, Multi-Standort-Aufträge oder lange Laufzeiten erlauben Stundensatz-Reduktionen von 8-15 % gegenüber Projekt-Sätzen.

FAQ — Sicherheitsdienst-Kosten

Was kostet ein Sicherheitsdienst pro Stunde?

Ein Sicherheitsdienst kostet 2026 zwischen 18 und 58 Euro netto pro Stunde. Empfangs- und Pförtnerdienst liegt bei 18-25 €/h, ein Standard-Sicherheitsdienst bei 22-30 €/h, Werkschutz bei 25-38 €/h, Brandsicherheitswache bei 28-42 €/h und Personenschutz bei 40-58 €/h. Hinzu kommen Zuschläge für Nacht, Wochenende und Feiertage sowie 19 % Mehrwertsteuer.

Warum kostet ein Sicherheitsdienst 25 €/h, wenn der Mindestlohn doch nur 15 € ist?

Der gesetzliche Mindestlohn (15 € seit 2026) gilt nicht für die Bewachungsbranche — hier gilt der allgemein verbindliche Lohn-Tarifvertrag mit höheren Tarif-Stundenlöhnen (16-19 € brutto je nach Bundesland und Stufe). Auf den Lohn kommen Lohnnebenkosten (25-30 %), Versicherungen, Ausrüstung, Disposition und Unternehmens-Marge — daraus ergeben sich die 22-30 €/h Standard-Stundensatz. Wer deutlich darunter anbietet, spart an Lohn, Qualifikation oder Versicherung.

Was kostet ein Sicherheitsdienst pro Monat?

Pro Monat reicht die Spanne von rund 2.500 € für eine Wochenend-Streife über ca. 4.250 € für einen Tagesposten (Mo-Fr, 8 h) bis zu rund 18.250 € für einen 24/7-Dauerposten im 3-Schicht-Betrieb. Mit Revierdienst statt Dauerpräsenz lassen sich die Monatskosten oft um 40-60 % senken.

Wie lang ist der Mindesteinsatz?

Üblich sind 4 Stunden Mindesteinsatz pro Schicht, bei manchen Anbietern 6 oder sogar 8 Stunden. Wenn Sie nur 2 Stunden Sicherheitsdienst brauchen (etwa für eine kurze Veranstaltung), zahlen Sie trotzdem den 4-Stunden-Mindestsatz. Eine klare Klärung im Angebot ist wichtig.

Werden Anfahrtskosten extra berechnet?

Bei lokalen Anbietern oft nicht (inkludiert im Stundensatz). Bei überregionalen Einsätzen entweder als Anfahrtspauschale (30-100 €) oder als Anfahrts-Stunden zum reduzierten Stundensatz. Lassen Sie sich das vor Auftragsschluss schriftlich bestätigen.

Brauche ich für einen Sicherheitsdienst eine eigene Versicherung?

Nein, die Versicherungen liegen beim Sicherheitsdienst-Anbieter (Betriebshaftpflicht, Vermögensschaden-Haftpflicht). Im Schadenfall haftet der Anbieter — vorausgesetzt, er hat eine ausreichende Deckung. Lassen Sie sich die Versicherungssumme im Vertrag bestätigen.

Kann ich einen Sicherheitsdienst auch für nur einen Tag buchen?

Ja, einmalige Einsätze sind möglich. Pro Tag ist allerdings ein Aufschlag von 10-20 % gegenüber dem regulären Stundensatz üblich, weil die Disposition für einen Einzel-Einsatz aufwendiger ist. Bei mehreren Tagen oder Rahmenverträgen sinkt der Stundensatz wieder.

Worauf muss ich bei der Mehrwertsteuer achten?

Ein Sicherheitsdienst ist ein gewerblicher Service und unterliegt der vollen Mehrwertsteuer von 19 %. Bei einem Stundensatz von 25 € netto entspricht das 29,75 € brutto. Wenn Sie als Unternehmen vorsteuerabzugsberechtigt sind, holen Sie diese 19 % bei der Umsatzsteuer-Voranmeldung zurück — die Netto-Kosten bleiben dann effektiv.

Wenn Sie ein konkretes Angebot brauchen

Golden Eye stellt seit über 20 Jahren bundesweit Sicherheitsdienst-Leistungen — von der Standard-Streife bis zum Werkschutz für sensible Industrie. Wachdienst, Objektschutz und Baustellenbewachung mit 180 geprüften Fachkräften, DEKRA-zertifiziert nach DIN 77200 und ISO 9001. Für ein konkretes Angebot mit transparenten Stundensätzen und Zuschlags-Tabelle, ohne Mindest-Vertragslaufzeit und ohne Grundgebühr, erreichen Sie uns über das Kontaktformular.

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